Ein der größten Polymerforschungseinrichtungen in Deutschland ist das Leibniz-Institut für Polymerforschung in Dresden. Das Institut gehört zur Leibniz-Forschungsgemeinschaft und der anwendungsorientierten Grundlagenforschung verpflichtet.
In den Jahren 1949-51 gab es erste Untersuchungen zu Ethylenen am Mühlheimer Institut für Kohlenforschung (Nachfolger des KWI für Kohlenforschung) - Eigentliches Forschungsziel: metallorganische Arbeiten Polyethylene zur Kunststoffherstellung.
„Die Arbeiten am Mülheimer Kohlenforschungsinst. erschütterten das Dogma, daß sehr hoher Druck zur Polymerisation von Ethylen unerlässlich sei."
Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung von polymeren Funktionsmaterialien und Polymerwerkstoffen mit neuartigen oder verbesserten Eigenschaften sowie die Kombination der Materialentwicklung mit innovativen und nachhaltigen Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Diese Materialien sind notwendig und zugleich Triebkraft für die Entwicklung neuer Technologien und Systemlösungen in der Medizintechnik, der modernen Kommunikationstechnik, Datenspeicherung und -verarbeitung sowie der Verkehrs- und Energietechnik. Die Forscher am IPF zielen hierbei auf das Verständnis von Grenzflächeneffekten und die Nutzung des Grenzflächendesigns bei der Materialentwicklung, wobei sowohl nanotechnologische Aspekte als auch die Grenzflächen zu Biosystemen von hoher Bedeutung sind.